IN vitro

Eine Ausstellung von Studierenden des Fachbereichs Fotografie/Medien der HBK Essen unter Leitung von Prof. Carsten Gliese vom 28.6.-25.11.2016 im Regionalen Rechenzentrum der Universität zu Köln, Von den Künstlern wurden sieben Vitrinen in den Fluren des RRZK individuell gestaltet.  Die Verbindung von Kunst und Wissenschaft ist Thema, wie auch die Auseinandersetzung mit dem Ort und die künstlerische Inszenierung in einem Schaukasten aus Glas.

Ausgangspunkt meines Objektes sind Fotografien von konservierten Exponaten. Ich nahm sie im Naturkundemuseum Berlin, das für seine große wissenschaftliche und historische Sammlung von Tierpräparaten bekannt ist, auf. Insbesondere faszinieren mich diejenigen Nasspräparate welche Mutationen beinhalten.

„Mutatio“ ist lateinisch und bedeutet Veränderung. Die Mutationen weisen einerseits eine hohe Letalität auf – andererseits ermöglichen sie Evolution.
Die Aufnahmen wurden teiltransparent gedruckt und in einen Acrylglasquader kaschiert, durch dessen Scheiben die Wesen in verschiedenen hintereinander gelagerten Ebenen beobachtet werden können um Wissen zu erlangen. In der Materialität und Objekthaftigkeit meines Werkes nehme ich Bezug auf die Vitrine als naturwissenschaftlichen Anschauungskasten.

Durch die Bewegung des Betrachters vor der Vitrine mit Blick auf das Objekt vollzieht sich
durch Perspektivwechsel eine ständige Veränderung in der Zusammensetzung neuer Mischwesen.

Mutatio, 2016, Fotoinstallation, geschlossener Acrylglasquader mit Stahlschrauben, vierseitig kaschiert mit transparent bedruckter Folie, 100 x 100 x 30 cm